Die Funktionen vom Akkuschrauber einfach und verständlich erklärt

Funktionen von einem Akkuschrauber

Akkuschrauber und Akku-Bohrschrauber sind kompakte Elektrowerkzeuge, die durch ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten eigentlich in jeden Werkzeugkoffer gehören. Ich habe mir heute einmal angesehen, mit welchen Funktionen ein Akkuschrauber punkten kann. Zunächst stelle ich jedoch die Akkuschrauber und die Akku-Bohrschrauber gegenüber, denn beide Gerätearten sind nicht gleich. Die Funktionen vom Akkuschrauber unterscheiden sich deshalb von denen eines Akku-Bohrschraubers.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein moderner Akkuschrauber vereint diverse Funktionen wie Schraubmodus, Bohrmodus und bei vielen Modellen auch den Schlagbohrmodus für die Verwendung in Stein und Mauerwerk.
  • Die Drehmoment-Voreinstellung (oft 10–20 Stufen) schützt Schrauben und Material – ideal für Holz, Metall oder weiche Baustoffe.
  • Stufenlose Drehzahlregelung, verbunden mit Präzision und Kontrolle, ermöglicht gleichmäßiges Arbeiten bei unterschiedlichen Materialien.
  • LED-Licht, Gürtelhaken, Richtungsschalter und ergonomischer Softgrip erhöhen den Bedienkomfort spürbar.
  • Die Kombination aus Schnellspannbohrfutter, SDS-Aufnahme oder Schnellwechselfutter sorgt für flexiblen Einsatz und schnelles Werkzeughandling.

1. Akkuschrauber und Akku-Bohrschrauber – Das sind die Unterschiede

Akkuschrauber sind handliche Werkzeuge, mit denen du Schrauben einfacher als mit einem Handschraubenzieher in Werkstoffe treibst. Umgangssprachlich werden Akkuschrauber häufig mit Bohrschraubern beziehungsweise Akku-Bohrschraubern gleichgesetzt. Zwischen beiden Geräten bestehen jedoch Unterschiede und während ein Akku-Bohrschrauber zum Teil die Bohrmaschine ersetzen kann, schafft das der Akkuschrauber nicht.

Der Akkuschrauber hat kein Bohrfutter, sondern nimmt Bits auf

Akkuschrauber Funktionen

Während ein Bohrschrauber über ein Bohrfutter zum Einspannen der Werkzeuge verfügt, nimmt der Akkuschrauber Sechskant-Bits auf. Der Wechsel der Bits beim einfachen Akkuschrauber geht wesentlich schneller als das Einsetzen in ein Bohrfutter. Bei unterschiedlichen Schraubenarten kann der Akkuschrauber daher flexibler genutzt werden.

Der Akkuschrauber benötigt nicht so hohe Drehzahlen

Da der Akkuschrauber im Unterschied zum Akku-Bohrschrauber nicht bohren, sondern nur schrauben soll, müssen die Drehzahlen nicht so hoch sein. Meistens haben die Akkuschrauber daher auch keine Gangschaltung. Die Drehmomentvorwahl kann jedoch vorhanden sein.

Der Akkuschrauber ist kompakter

Akkuschrauber Arten
Mini Akkuschrauber, Akku Bohrschrauber und Akkuschrauber mit Schlag im Vergleich

Der Motor eines Akkuschraubers ist in der Regel kleiner als der eines Akku-Bohrschraubers. Dadurch sind kleinere Gehäuseabmessungen und damit das Schrauben an sonst schwer zugänglichen Stellen besser möglich. Durch das geringe Gewicht ermüden die Hände bei der Arbeit mit einem Akkuschrauber zudem weniger. Akkuschrauber werden manchmal auch Minischrauber genannt.

Der Akku hat eine geringere Kapazität

In einem kleinen Gehäuse kann logischerweise kein großer Akku verbaut werden. Die Akkukapazität und die Spannung sind daher bei einem Akkuschrauber meistens geringer als bei einem Akku-Bohrschrauber, bei dem der Akku oft am Griff des Gerätes angesteckt wird. Hier liegt der Vorteil des Akku-Bohrschraubers, denn der Akku kann gewechselt werden und die Arbeit gleich weitergehen. Beim Akkuschrauber musst du warten bis der Akku wieder aufgeladen ist.

2. Aufgaben und Funktionen vom Akkuschrauber

Du wirst dich vielleicht fragen, warum du einen Akkuschrauber benötigst, wenn doch der Akku-Bohrschrauber ebenfalls schrauben kann. Die Unterschiede zwischen beiden Geräten beantworten diese Frage zum größten Teil. Durch das geringe Gewicht, das kleine Gehäuse und den unkomplizierten Werkzeugwechsel ist ein Akkuschrauber für viele Arbeiten im Haushalt einsetzbar. Vor allem, wenn es auf Feingefühl ankommt, spielt er durch geringe Drehzahlen seine Stärke aus. Da die Gefahr geringer ist, die Schrauben zu überdrehen, eignet er sich auch für Bastelarbeiten mit empfindlichen Hölzern und für das Zusammenbauen von Möbeln gut.

Mit einem Akkuschrauber oder Mini Akkuschrauber können auch Anfänger Schrauben in Holz und in Kunststoffe drehen. Für Stein und Metalle ist dieses Gerät in der Regel nicht stark genug.

Hier eine kurze Übersicht, welche Arbeiten du zum Beispiel mit einem Akkuschrauber durchführen kannst:

  • Zusammenbau von Möbeln
  • Bastelarbeiten mit weichem Holz
  • Einsetzen von Schrauben an schwer erreichbaren Stellen
  • Einsetzen von Schrauben über Kopf

Für diese Arbeiten reichen die Funktionen von einem Akkuschrauber aber nicht aus:

  • Bohren in Holz oder Stein
  • Schrauben in harte Materialien wie Stein, Stahl oder andere Metalle
  • großes Arbeitspensum

Info: Die Grenzen zwischen dem Akkuschrauber und dem Akku-Bohrschrauber sind mittlerweile fließend. Einige Hersteller liefern zum Akkuschrauber ein Aufsteckfutter mit. Durch die geringen Maße, den integrierten Akku und die niedrigere Leistung handelt es sich hinsichtlich der Bauweise dennoch nicht um einen Akku-Bohrschrauber, sondern um einen Akkuschrauber mit Bohrfunktion. Ein Beispiel hierfür ist der Bosch Professional 12V System Akku Schlagbohrschrauber GSB 12V-15*.

3. Worauf kommt es beim Kauf von einem Akkuschrauber an?

Akkuschrauber Test
Die besten Modelle aus meinem Akkuschrauber Test

Um die Funktionen von einem Akkuschrauber voll ausschöpfen zu können, muss das Gerät zu den Aufgaben passen, für die du es einsetzen möchtest. Daher sind wie bei jedem elektrischen Werkzeug einige Merkmale wichtig, auf die du beim Kauf besonders achten musst. Insbesondere sind das:

  • Voltzahl: Akkuschrauber haben meistens eine Batteriespannung zwischen 3,6 bis 9,6 Volt. Das reicht für leichte Schraubarbeiten aus. Es gilt: Je höher die Volt-Zahl, umso leistungsstärker der Motor. Da jedoch für eine höhere Voltzahl mehr Akkuzellen in einem Akkuschrauber verbaut werden müssen, vergrößern sich dadurch die Abmessungen und das Gewicht steigt.
  • Drehzahl: Bei vielen Akkuschraubern lässt sich die Leerlaufdrehzahl zwischen 0 bis 200 Umdrehungen pro Minute regulieren. Laut dem Akkuschrauber-Ratgeber von Testbericht.de reicht das für den Anwendungszweck normalerweise aus.
  • Akku: Während bei älteren Akkuschraubern oft noch Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) oder Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) verbaut wurden, werden inzwischen hauptsächlich Lithium-lonen-Akkus (Li-Ion) eingesetzt. Diese zeichnen sich durch eine hohe Energiedichte aus, haben eine lange Lebensdauer ohne Memory-Effekt und entladen sich kaum selbst. Das Aufladen erfolgt je nach Gerät über ein Netzteil oder ein USB-Kabel. Die Akkukapazität wird in Amperestunden (Ah) angegeben. Bei Akkuschraubern liegt sie in der Regel zwischen 1,5 bis 2,5 Ah. Je höher der Wert, umso länger die Akkulaufzeit.
  • Drehmoment: Die Angabe erfolgt in Newtonmeter (Nm). Je höher das Akkuschrauber Drehmoment ist, umso schneller wird die Schraube in das Material getrieben. Für empfindliche und weiche Holzarten ist ein sehr hohes Drehmoment nicht immer von Vorteil, denn um das Material nicht zu zerstören oder Splittern und Reißen zu verhindern, muss die Schraube langsam eingedreht werden. Zwischen drei bis zwölf Newtonmeter reichen dafür aus.
  • Gewicht: Die handlichen Akkuschrauber wiegen oft nur um die 300 Gramm. Dadurch können sie für längere Zeit genutzt werden, ohne dass die Hände schmerzen oder ermüden.

Die technischen Daten stehen in der Regel in der Produktbeschreibung oder im Datenblatt. Neben den technischen Angaben spielen für die gewünschten Einsatzzwecke auch die Ausstattung und der Lieferumfang eine Rolle. Für unterschiedliche Arten von Schrauben benötigst du verschiedene Bits. Wenn du noch keine besitzt, ist es hilfreich, wenn sie zum Lieferumfang gehören. Typische Profile sind:

  • Kreuzschlitz
  • Schlitz
  • 6-Kant
  • 3-Kant
  • 4-Kant
  • Torx
  • Torx Plus
  • Spiderdrive

Praktisch ist es überdies, wenn zum Lieferumfang verschiedene Aufsätze gehören oder zumindest nachbestellt werden können:

  • Winkelaufsatz zum Schrauben an besonders engen Stellen
  • Bohraufsatz zum Vorbohren
  • Exzenteraufsatz zum Schrauben in Kantennähe
  • gegebenenfalls Drehmomentaufsatz zum Einstellen des Drehmoments

Ein Etui, eine Aufbewahrungsbox oder ein kleiner Koffer sorgen dafür, dass der Akkuschrauber und das Zubehör sicher verstaut sind, wenn sie nicht benötigt werden. Eine LED-Leuchte erleichtert das Schrauben bei wenig Licht oder in dunklen Ecken.

Fazit: Die Funktionen vom Akkuschrauber heben ihn vom Akku-Bohrschrauber ab

Der Akkuschrauber dient im Unterschied zum Akku-Bohrschrauber normalerweise nur zum Schrauben. Dafür ist der Werkzeugwechsel durch eine Sechskant-Bit-Aufnahme einfach. Durch das geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen erreichst du mit dem Akkuschrauber auch schwer zugängliche Stellen gut. Die Funktionen vom Akkuschrauber sind praktisch bei der Montage von Möbeln sowie bei Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten. Ein Akkuschrauber ergänzt die Bohrmaschine und den Akku-Bohrschrauber.

Häufige Fragen zu den Funktionen eines Akkuschraubers

Hier findest du die wichtigsten Fragen rund um die technische Ausstattung und praktische Nutzbarkeit eines Akkuschraubers.

1. Was ist der Unterschied zwischen Schraub-, Bohr- und Schlagbohrfunktion?

  • Der Schraubmodus bietet niedriges Drehmoment und präzise Drehmomentkontrolle, ideal für Schraubarbeiten.
  • Der Bohrmodus nutzt höhere Drehzahlen ohne Drehmomentabschaltung.
  • Der Schlagbohrmodus kombiniert hohe Drehzahl mit Schlagbewegungen – perfekt für Beton oder Mauerwerk.

2. Was bewirkt die Drehmomentstufen-Einstellung?

Mit der Drehmomentwahl kannst du die Kraft begrenzen, um Schrauben nicht zu überdrehen oder Material nicht zu beschädigen. Niedrige Stufen eignen sich für feines Material; höhere Stufen sind für dicke Schrauben oder schwere Einsätze gedacht.

3. Wozu dient stufenlose Drehzahlregelung?

Sie erlaubt eine feinfühlige Steuerung der Arbeitsgeschwindigkeit – sanftes Anbohren, schnelles Bohren, langsames Eindrehen oder sicheres Herausdrehen. Besonders nützlich bei empfindlichen Materialien oder feinen Schraubarbeiten.

4. Welche Bedeutung hat das Schnellspannbohrfutter?

Es ermöglicht einen werkzeuglosen Sägeblatt- oder Bohrerwechsel. Moderne Varianten sind robust, präzise und erlauben schnelle Veränderungen – direkt ohne Adapter oder extraschraube.

5. Wann brauche ich die Schlagbohrfunktion tatsächlich?

Dieser Modus ist sinnvoll, wenn du in Ziegel, Beton oder Stein bohren möchtest. Für reine Schraubarbeiten oder Holz reicht der normale Bohr- oder Schraubmodus aus.

6. Sind Extras wie LED-Licht und Gürtelhaken sinnvoll?

Ja – ein integriertes LED-Licht beleuchtet dunkle Arbeitsbereiche, ein Gürtelhaken sorgt für praktisches Verstauen beim mobilen Einsatz. Diese kleinen Features erhöhen Komfort und Arbeitssicherheit erheblich.

Abschließender Eindruck – Funktionen vom Akkuschrauber im Überblick

Die Funktionen eines modernen Akkuschraubers sind weit mehr als reine Schraub- oder Bohrmodi: Sie ermöglichen präzises Arbeiten bei unterschiedlichen Materialien, sorgen für Sicherheit beim Anbohren und schützen teures Werkzeug durch intelligente Drehmomentkontrolle. Besonders leistungsfähige Modelle kombinieren Schlagbohrfähigkeit, LED, ergonomische Griffe und Schnellspannfutter – ideal für anspruchsvolle Einsätze.

Ein Akkuschrauber mit umfangreichen Funktionen ist damit nicht nur clever, sondern auch effizient: er spart Kraft, steigert Genauigkeit und macht viele Aufgaben einfacher. Wer alle relevanten Funktionen vom Akkuschrauber kennt und gezielt nutzen kann, meistert Reparaturen, Montagen und Bohraufgaben im Alltag deutlich souveräner.

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